Loading...

Kohlschreiber und Tipsarevic scheitern

Am „Tag der Deutschen“ schafften nur zwei Lokalmatadoren beim POWER HORSE CUP 2013 im Düsseldorfer Rochusclub den Sprung ins Viertelfinale – und ausgerechnet Publikumsliebling Tommy Haas sorgte für die größten Emotionen. In einem hart umkämpften Match setzte sich der 35 Jahre alte Wahl-Amerikaner, der in der ersten Runde noch ein Freilos hatte, gegen Ivan Dodig mit 3:6, 6:4, 7:5 durch und besiegte den Kroaten damit bereits zum dritten Mal in diesem Jahr.

„Dodig ist ein unangenehmer Gegner, ein Fighter, und jedes Match ist umstritten. Ich bin natürlich glücklich, gewonnen zu haben“, sagte Haas, der tags zuvor noch in der Fernsehsendung „TV Total“ mit Moderator Stefan Raab geflachst hatte und bester Laune gewesen war. Der gebürtige Hamburger, der am Rolander Weg an Position zwei gesetzt ist, trifft in der Runde der letzten Acht auf den Finnen Jarkko Nieminen. „Ich habe mit Jarkko Nieminen noch eine Rechnung offen. Bei den Australian Open habe ich gegen ihn verloren. Er ist ein sehr guter und erfahrener Spieler. Ich hoffe, dass es morgen etwas wärmer wird“, so Haas.

Auch Deutschlands Nummer zwei Philipp Kohlschreiber stand im letzten Spiel des Tages auf dem Center Court 1 noch im Fokus der Tennis-Fans. Allerdings bedeutete der Niederländer Igor Sijsling für Kohlschreiber schon die Endstation. Der Augsburger, der zum Auftakt wie Haas ein Freilos hatte, musste sich mit 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben. Vor allem mit dem Aufschlag seines Kontrahenten, der 13 Asse servierte, hatte „Kohli“ große Probleme.

Sijsling trifft in der nächsten Runde auf den Tschechen Jan Hajek, der Daniel Brands aus Deggendorf mit 6:1, 6:0 in die Schranken wies. Brands gewann nur das erste Spiel, danach dominierte Hajek das Geschehen nach Belieben.

Deutlich besser präsentierte sich auf Center Court 2 Tobias Kamke. Der Lübecker behielt dabei gegen Aljaz Bedene aus Slowenien, der als Lucky Loser in das Hauptfeld gerückt war, mit 6:1, 6:4 die Oberhand. „Vielleicht kann ich ja das Wetter ja zu meinem Heimvorteil nutzen“, sagte Kamke mit Blick auf das Viertelfinal-Duell gegen den an Position drei gesetzten Argentinier Juan Monaco.

Weniger Glück hatte dagegen Doppelspezialist Christopher Kas, der ebenfalls an diesem Tag die Segel streichen musste. Der 32-Jährige unterlag an der Seite des Österreichers Oliver Marach dem Briten Jamie Murray und John Peers aus Australien mit 6:7 (3:7), 6:4, 8:10.

Mit einem Paukenschlag hatte zuvor der Mittwoch begonnen. Im ersten Match auf dem Center Court 1 scheiterte der Top-Favorit und an Position eins gesetzte Serbe Janko Tipsarevic völlig überraschend am argentinischen Qualifikanten Guido Pella mit 6:7 (1:7), 1:6. „Das war das schlechteste Tennis, das ich in den vergangenen drei Jahren gespielt habe“, sagte ein enttäuschter Tipsarevic: „Es ist besorgniserregend, dass ich in dieser Form zu den French Open reisen werde.“

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *