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Kamke scheitert an Monaco

Die Tennis-Fans beim POWER HORSE CUP 2013 warteten am Donnerstag bereits auf das Spiel des Tages, da musste Publikumsliebling Tommy Haas sein Duell mit dem Finnen Jarkko Nieminen aus gesundheitlichen Gründen absagen. „Leider bin ich körperlich nicht in der Lage, vor diesem tollen Publikum rauszugehen“, sagte der 35 Jahre alte Wahl-Amerikaner mit Tränen in den Augen auf dem Center Court 1. „Wenn ich das spüre“, erklärte Haas weiter, „dann bringt es leider nichts. Das haben die Erfahrungen im Laufe meiner Karriere gezeigt.“

Gleichzeitig richtete Haas, der in Düsseldorf an Position zwei gesetzt war und seinen 15. Titel auf der ATP-Tour angepeilt hatte, das Wort an die Fans. „Es tut mir leid, ihr seid wirklich klasse. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder komme. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und bis bald“, so Haas.

Auch Turnierdirektor Dietloff von Arnim war die Enttäuschung über die kurzfristige Absage seines Zugpferdes anzumerken. „Tommy hat sich das lange überlegt, aber er ist nicht in der körperlichen Verfassung, anzutreten. Er hat eine fiebrige Erkältung und uns mitgeteilt, dass er nicht spielen kann“, sagte von Arnim, der unmittelbar danach die Fair Play Trophy an Haas überreichte.

Damit kommt es im Halbfinale zum Duell zwischen dem eigentlichen Haas-Gegner Nieminen und Igor Sijsling aus den Niederlanden. Der 25-Jährige, der im Achtelfinale den Mitfavoriten Philipp Kohlschreiber bezwungen hatte, setzte sich in der Runde der letzten Acht problemlos gegen den Tschechen Jan Hajek mit 6:3, 6:1 durch.

Damit ist kein Deutscher mehr im Einzelwettbewerb vertreten. Denn zuvor war bereits der Lübecker Tobias Kamke am Mitfavoriten Juan Monaco gescheitert. Zwei Tage nach seinem 27. Geburtstag unterlag Kamke dem an Position drei gesetzten Argentinier mit 3:6, 4:6. „Es war nicht einfach heute. Anfangs hatte ich sogar ein bisschen Angst. Es war der kälteste Tag, an dem ich je gespielt habe. Mit jedem Match komme ich allerdings besser in meinen Rhythmus“, sagte der 29-jährige Monaco.

Im Halbfinale am Freitag kommt es zum Duell mit Landsmann Guido Pella. Der Qualifikant setzte seine Siegesserie fort, feierte beim 7:6 (7:5), 7:5 gegen den an Position sieben gesetzten Serben Viktor Troicki bereits den sechsten Sieg beim POWER HORSE CUP und mausert sich immer mehr zum Favoritenschreck. „Es war eines der härtesten und vielleicht sogar das beste Match meines Lebens. Die Zuschauer sind unglaublich und ich bin froh, dass ich in dieser schönen Stadt spielen darf. Im Halbfinale spiele ich gegen Juan Monaco. Er ist ein super Spieler mit großer Erfahrung, aber ich werde wieder alles geben“, sagte Pella, der bereits im Achtelfinale keinen geringeren als den topgesetzten Janko Tipsarevic – wie Troicki auch Serbe – aus dem Turnier geworfen hatte.

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